Eventeinschränkungen – Eine unüberwindbare Hürde?

von 6. Juli 2020 August 4th, 2020 agencylife, Allgemein

„Öffentliche und nicht öffentliche Veranstaltungen […] mit mehr als 1 000 zeitgleich Anwesenden (Großveranstaltungen) dürfen bis einschließlich 31. August 2020 nicht stattfinden“.  Boom! Wie ein Blitz schlug diese Verordnung in die Eventbranche ein. Für ein Business, dessen Fokus auf Veranstaltungen liegt, sah es nach der Verordnung erstmal ganz finster aus. Was tut man, wenn der eigentliche Tätigkeitsbereich gesetzlich untersagt wird? Eine Frage, die sich viele Eventagenturen gestellt haben, die vor abgesagten Veranstaltungen standen. Gedanklich ganz im Sinne von Joe Exotic: “I will never financially recover from this!“ schon Konkurs angemeldet haben und die Budgetplanung für das verbleibende Jahr umgeworfen hatten. ‚Systemrelevanz‘ etablierte sich zum Nummer 2 Unwort des Jahres nach ‚Corona‘. Die Branche, für die man gerne arbeitet und brennt, wurde als ‚nicht systemrelevant‘ deklariert. Und nun?!
Der nächste Schritt schien schwer definierbar zu sein. Man versucht sich auf die Agentur zurück zu besinnen. Warum wurde diese gegründet, was macht sie aus, was sind die Werte des Unternehmens? Eine Bewegung back to the Roots and zurück zum Purpose des Unternehmens. Gar nicht so einfach zu sich selbst zu finden, wenn man über einen langen Zeitraum Firmen unterstützt hat sich zu finden. Werte, wie Nachhaltigkeit, Gesundheit, soziale Annäherung und das Gemeinwohl rücken immer mehr in den Mittelpunkt. Schließlich begründen sich auch die Maßnahmen, welche im Zuge der Corona Pandemie eingeleitet wurden auf das Allgemeinwohl der Bevölkerung und deren Gesundheit. Somit stellen sich emotional nachhaltige Methoden eine Marke zu vertreten, oder zu repräsentieren, als ein Weg in die richtige Richtung heraus.
Auch wir haben in Rodins Denkerpose Manier Ideen entwickelt, die einen alternativen Ansatz gebildet haben, Sichtbarkeit zu erlangen, ohne einen großen Menschenauflauf auszulösen. Natürlich lass ich jetzt auch das unvermeidbare Adjektiv ‚digital‘ fallen. Denn alles, was vorher analog war, kann jetzt auch digitalisiert werden. Social Distancing im Eventbereich ist die Digitalisierung. Messen werden in digitale Räume transportiert, Besprechungen werden via Zoom geführt und Konferenzen, Coachings und Briefings können durch Live Streaming (Siehe auch unseren Beitrag zu Live Streaming) wiederbelebt werden.
Die Hürde diese Phase zu überwinden, schien auch für uns anfänglich unüberwindbar. Der Weg zu sich selbst, zu den eigenen Werten und wie man diese nach außen transportieren kann, war der erste richtige Schritt, um die Emotionalität zu erlangen, anderen Unternehmen den Blick auf das Wesentliche zu verleihen. Dabei bleiben folgende wichtige Fragen in Bezug auf unsere Kunden immer bei uns im Hinterkopf: Was hilft ihm/ihr? Was tut ihm/ihr jetzt gut? Das Gefühl von Gemeinschaft zu artikulieren, so dass diese auch erlebt werden kann, wird nun vorerst durch digitale Umsetzungsmöglichkeiten realisiert, welche vor allen durch Formen von haptischen Wahrnehmungs-Anwendungen geprägt sind. So wird der Zuschauer direkt in den Prozess integriert und kann körperlich teilnehmen und wahrt trotzdem die Regelung des Social Distancing.