Konzeption After Corona – Was geht jetzt eigentlich noch?

von 4. August 2020 agencylife, goodtoknow

Unser Agentur-Alltag besteht zum großen Teil aus der Bearbeitung von Aufträgen und deren Umsetzung. Nachdem wir uns zum Brainstorming mit der Unterstützung von Mate, Kaffee und unserer Eigeninterpretation von Superfood-Snacks absolviert haben, kommunizieren wir gemeinschaftlich Ideen, mit Berücksichtigung auf die Zielgruppe, das Ziel der Veranstaltung und die Botschaft des Unternehmens, meistens vorerst auf ein Whiteboard und anschließend professionell in einer digitalen Präsentation. Hier können wir unserer Ideenfindung und Umsetzungsinterpretations-Kapazität freien Lauf lassen.

Konzepte sind die Wurzel, aus welcher spannende Veranstaltungen und Events entstehen. Hier wird unsere geballte Kreativität reingesteckt und Umsetzungsmöglichkeiten gesucht, gefunden und berechnet.

Bis dato belief sich die Beschneidung beim Erstellen und in der Umsetzung meist auf die Kosten. Seit der Veranstaltungs- und Kontakt-Beschränkung, welche seit dem Beschluss vom 15.04.2020 besteht und bis zum 31.08.2020 andauern soll, stehen wir vor einer neuen Herausforderung: Wie konzipiere ich ein Event, welches auf direkten Kontakt bzw. analoge Interaktion verzichtet und trotz dieser Einschränkung eine große Anzahl an Menschen erreichen soll? Dieser kleine Stolperstein wird vorerst weiterhin bestehen, da ein Weg zur Normalität nach Corona nicht so schnell zurückführen wird. An der Vorgehensweise zur Erstellung eines Konzepts verändert sich zunächst nicht viel, es kommen jedoch neue Aspekte hinzu, welche berücksichtigt werden müssen. Dabei ist zu beachten, dass die Zielgruppe dennoch die Hauptrolle spielt, genauso, wie die zu übertragende Botschaft.

Der Prozess der Ideenfindung hat für uns auf einmal eine komplett andere Perspektive in Bezug auf die Konzeption von einschlägigen Guerilla-, Marketing- oder Promotion-Events. Installationen, räumliche Konzepte, Digitalisierung von Events bilden nun den Fokus. Wir nennen das: „kontaktlose Live-Kommunikations-Möglichkeiten“.

Schließlich dürfen wir nicht vergessen, dass Marken – obwohl sie laut dem Staat keine Systemrelevanz haben – ihre Sichtbarkeit nicht verlieren wollen. Unsere Zielgruppen sind, nach der räumlichen und sozialen Einschränkung während der Corona-Pandemie, empfänglicher denn je für etwas „Neues“. Konzepte und Kampagnen, welche unkonventionell, einzigartig, nachhaltig sind und den Finger schnell zum „Share Button“ lenken, werden sofort einschlagen. Wie auch schon in unserem Beitrag „Eventeinschränkungen- Eine unüberwindbare Hürde?“ erwähnt, sollte das Wohl der Zielgruppe in den Vordergrund gestellt werden, ganz nach dem Motto: „Tu‘ dir mal was Gutes, nach dieser endlosen, kargen Zeit!“

Wir stehen mit neuen Ideen schon in den Startlöchern und sehen die Einschränkung nicht als Beschneidung unserer Kompetenz, sondern als Herausforderung. Schließlich entwickeln wir völlig neue Konzepte und haben aufgrund Corona einen neuen Weg gefunden die Geschichte einer Marke unter Betrachtung einer „Diskrepanz“ zu erzählen, welche uns komplett neue Ansätze offenbart hat.